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Einhand anlegen an Schlegeln bei ablandigem Wind

Anlegen, Ablegen und anderes, was mit 4 bis 6 Händen einfacher aber nicht unbedingt besser geht...

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Tamino
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Einhand anlegen an Schlegeln bei ablandigem Wind

Beitrag von Tamino » 30. Jun 2003, 20:11

Mein neuer Liegeplatz hat eine komplett neue Steganlage mit Schlengeln.
Das Problem ist das Anlegen bei "abschlengeligem" Wind. Erreicht man die achtere Klampe, dreht der Bug schon in Richtung Boxenmitte. Vielleicht könnte man eine Leine am Schlengel spannen und sich da einhaken. Wer hat Vorschläge?
Grüße von der Nordsee
Jens

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johannes
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Beitrag von johannes » 30. Jun 2003, 21:02

hallo jens,

wenn du beidseitig einen schwengel hast, kannst du leinen v-förmig zum steg spannen. dann wird der bug ohne zusätzliche leine "gefangen". wenn der schwengel einseitig ist, einseitig eine leine zur mitte deines stegs. dann hilft ein block mit auf länge vorbereitetem festmacher mit einem auge. du brauchst dann beim einlaufen nur den festmacher aufzufischen und das auge über die vorschiffsklampe zu legen. der festmacher fährt dann mit bis zum steg und hält deinen bug schön in der mitte.
solche lösungen hatte ich an meiner box am bodensee immer.

in meiner jetzigen marina in der bucht von antalya rufe ich vor der hafeneinfahrt die marineros. die buxieren mit ihren hochmotorisierten schlauchis mein böötchen an seinen platz, machen hinten und vorne fest und stecken gar das stromkabel ein. ich weiss, das ist luxus, tut aber gut.
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Beitrag von Markus » 30. Jun 2003, 21:52

Schlengel, Schlegel, Schwengel???? :confused2:

Meint ihr diese kleinen Schwimmausleger???

Habe zwar nicht sowas, sondern Pfähle, aber dennoch Leinen gespannt, die zum Steg hin zueinanderlaufen. In diese Leine hänge ich mich (etwas vorlicher als mittschiffs) mit einem Karabiner ein (benutze einfach eine Lifeline, die dann am Fuß meiner Relingstütze hängt), das geht in Sekunden, der Karabiner gleitet langsam nach vorne, während ich die Heckleinen belegen kann...
Euer Einhand-Forum Admin aus 50°N

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Beitrag von Tamino » 30. Jun 2003, 22:07

In meiner Box mit Heckpfählen hatte ich auch eine mittlaufende Querleine, die den Bug hielt.
Jetzt handelt es sich aber um einen einseitigen Schwimmsteg backbord.
Leider habe ich Deine Konstruktion noch nicht verstanden , Johannes.
Grüße von der Nordsee
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Beitrag von johannes » 30. Jun 2003, 23:13

hallo jens,

ich gehe davon aus, dass der backbord schwimmsteg an einer mole, oder einem quersteg befestigt ist. die leine stelle ich mir vor, vom vordersten punkt deines schwengels bis zur mole. und zwar nicht parallel des schwengels, sondern bis zu dem punkt an der mole, wo der bug liegt. wenn ich annehme, dass deine box 4m breit ist, liegt der endpunkt der leine 2meter vom schwengel entfernt nach rechts, also in der mitte der box. ob du dann einen karabiner in die leine piekst, oder wie ich vorgeschlagen, einen block mit festmacher und auge mitfahren lässt, ist zweitrangig. wichtig ist, dass du beim erreichen des schwengels besagter festmacher am bug des bootes besfestigst. der bug ist dann gefangen und du kannst dich der heckleine zuwenden. das ganze müsste aber über die bühne gehen, ohne dass du die fahrt aus dem boot verlierst. sonst kann dir der radeffekt der schraube einen streich spielen und das heck läuft dir davon.
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Beitrag von Tamino » 1. Jul 2003, 14:18

Danke Johannes, jetzt habe ich es verstanden. Werde es ausprobieren.
Grüße von der Nordsee
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Beitrag von johannes » 1. Jul 2003, 14:34

hallo jens

hauptvorteil der leine gegen die mitte der box ist, dass bei seitenwind von rechts, der bug deines bootes automatisch gegen die mitte der box geführt wird, auch wenn du den mitlaufenden festmacher nicht belegt hast. bei zwei schwengeln oder pfählen hatte ich drum eben die leinen v-förmig angebracht. anlegen war bei jeder windsituation einhand ein kinderspiel. das boot lag immer korrekt in der box und ich konnte mir beim anbringen der festmacher zeit lassen.
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