Das Einhandsegler-Forum wurde auf eine neue Forums-Software aktualisiert!

Elektromagnetisches Seewasserventil

All die kleinen (oder großen) elektrischen, elektronischen oder auch mechanischen Helferlein, die die Crew (fast) ersetzen können

Moderatoren: Lothar, Markus

Antworten
Benutzeravatar
Tamino
Vorschoter
Vorschoter
Beiträge: 99
Registriert: 14. Mär 2003, 20:58

Elektromagnetisches Seewasserventil

Beitrag von Tamino » 15. Mär 2003, 23:17

Da mein Seewasserventil recht schlecht zugänglich unter der Achterkoje installiert ist, überlege ich, ob ein elektromagnetisch gesteuertes Ventil sinnvoll ist. Man könnte den elektrischen Anschluß an den Zündschalter legen.
Grüße von der Nordsee
Jens

Benutzeravatar
johannes
Wachführer
Wachführer
Beiträge: 249
Registriert: 2. Mär 2003, 14:40
Wohnort: 47°28N 08°47E + SY JOHN'S LAST

Beitrag von johannes » 16. Mär 2003, 00:46

mindestens theoretisch könnte ich mir das vorstellen. ich würde dann aber auch die kühlwassertemperatur des inneren kreislaufes mit einem sicherheits-thermostat überwachen.
übrigens kannst du dich glücklich schätzen, wenn du wirklich nur ein seeventil haben solltest. bei meinem boot hat es gegen ein duzend und das verblüffende ist, rassy sagt, man solle die seeventille dauernd offen lassen. schliessen sei nicht notwendig. um die kasko versicherer nicht allzu stark zu frustrieren, sagt er das zwar nur hinter vorgehaltener hand.
er weiss genau von was er spricht, weil bei hr-booten die cockpitentwässerung im innern des bootes unter die wasserlinie geführt wird. es soll vorgekommen sein, dass sich hr-boote bei geschlossenen seeventillen nach starkem regen selbst versenkt hätten......
johannes, sy john's last
mmsi: 269 362 000
call sign: hby 3860 / hb9 rpq

Benutzeravatar
Erhard
Stegsegler
Stegsegler
Beiträge: 13
Registriert: 16. Mär 2003, 13:28
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Erhard » 16. Mär 2003, 17:34

Hallo Jens

In vielen Fällen kann man auch ein Seeventil dessen Betätigung über eine flex. Welle erfolgt einsetzen. Das erspart zumindest das Kabel ziehen.


Gruß Erhard

Benutzeravatar
Tamino
Vorschoter
Vorschoter
Beiträge: 99
Registriert: 14. Mär 2003, 20:58

Beitrag von Tamino » 16. Mär 2003, 17:55

Diese Idee ist vielleicht noch besser, da man direkten Kontakt hat und ein einfacheres Bauteil.
Grüße von der Nordsee
Jens

Impala
Stegsegler
Stegsegler
Beiträge: 15
Registriert: 17. Mär 2003, 06:47
Wohnort: 21220 Seevetal

Beitrag von Impala » 17. Mär 2003, 06:59

Hallo Tamino
Ich habe das gleiche Problem mit dem Absperrventil der Spüle. Ich habe ein Schieberventil genommen das über ein wagerechten Hebel bedient wird,
über eine Stange kann ich es jetzt bedienen, funktioniert prima.
MfG Wolfgang

PS. Vielen Dank für den Tip !

Benutzeravatar
Tamino
Vorschoter
Vorschoter
Beiträge: 99
Registriert: 14. Mär 2003, 20:58

Beitrag von Tamino » 17. Mär 2003, 13:42

Gibt es seewasserfeste Schieberventile? Ich dachte immer, daß die Schieberventile mit vielen Umdrehungen geschlossen werden. Die von Dir geschilderte Möglichkeit wäre in meinem Fall vielleicht sehr einfach zu realisieren.
Grüße von der Nordsee
Jens

vindoede
Freischwimmer
Freischwimmer
Beiträge: 1
Registriert: 22. Feb 2003, 09:27
Wohnort: Flensburg

Beitrag von vindoede » 17. Mär 2003, 19:04

Moin allerseits,
so will ich als Forumsfrischling hier meine erste Wortmeldung abgeben.
Die elektromagnetische Bedienung eines Seeventiles birgt leider auch einige Gefahren. So gibt es hier nur 2 Betriebzustände - geht, oder geht nicht. Der bei der Handbedienung vermittelte Eindruck, ist es schwer- oder besonders leichtgängig, fehlt. Auch fällt eine zwangsweise Sichtkontrolle bei einer EM-Bedienung weg. Ich persönlich hätte immer ein etwas ungutes Gefühl und würde sicher dauernd nachsehen. Damit wäre aber der wesentliche Komfort (z.B. Bedienung durch Zündschlüssel) hinfällig.
Das Argument: Weglassen von Seeventilen verhindert Überlaufen des Cockpits haben in der Vergangenheit viele Werften benutzt.
Mir persönlich erscheint es doch sinnvoller dem Eigner oder Skipper hierfür die Verantwortung zu lassen.
Ein Rumpfdurchlass unterhalb der Wasserlinie ohne Seeventil ist in meinen Augen ein Sicherheitsmangel.

Schieberventile mit Kniehebelbedienung wurden zum Beispiel auf Vindö-Yachten häufiger verbaut. Ich habe allerdings bei den aktuellen Anbietern keine derartigen Schieberventile finden können.
Gruss aus Flensburg
Heinrich

Benutzeravatar
johannes
Wachführer
Wachführer
Beiträge: 249
Registriert: 2. Mär 2003, 14:40
Wohnort: 47°28N 08°47E + SY JOHN'S LAST

Beitrag von johannes » 17. Mär 2003, 20:43

bei mir sind kugelventile mit delrin kugel montiert. was es sonst noch gibt, weiss ich nicht. auch früher hatte ich nur solche. die notwendige 90 grad drehung könnte nach meiner auffassung sehr gut mit einer welle oder stange, allenfalls noch mit kreuzgelenk übertragen werden. das würde selbst mir noch auf anhieb gelingen. für dich jens, als verkappten schiffsbauingenieur, dürfte das ein kinderspiel sein.
johannes, sy john's last
mmsi: 269 362 000
call sign: hby 3860 / hb9 rpq

Impala
Stegsegler
Stegsegler
Beiträge: 15
Registriert: 17. Mär 2003, 06:47
Wohnort: 21220 Seevetal

Beitrag von Impala » 18. Mär 2003, 07:11

Tamino
Nach wie vor hat der GL nur Schieber im Jachtbau zugelassen. Den von mir beschriebenen Schieber über Hebel habe ich in Hamburg bekommen. Das Ventil hat seitlich eine ausbuchtung, darin befindet sich der Schieber und auch die Achse für den Hebel. Von zu nach auf sind es etwa 60 grad, das läßt sich mit einer Stange problemlos betätigen.
Überall dort wo sich die Klempner mit Material versorgen bekommt man diese Ventile.
MfG Wolfgang

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste