Ein oder zwei Masten?

Einhand-Segler diskutieren über sinnvolle und überflüssige Ausrüstung und geben Erfahrungen weiter

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Ein oder zwei Masten?

Beitrag von Die Red. » 16. Dez 2002, 13:25

von Markus: (von der Red. übertragen)

Welche Takelung haltet Ihr für einhand-tauglich?

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Beitrag von Die Red. » 16. Dez 2002, 13:25

von Olaf Peters: (von der Red. übertragen)

nur einmast ,und alle fallen und strecker umgelenkt bis ins kockpit,einhand will gut vorbereited sein, lies einmal: Fahrten-Segeln von A-Z von Lin und Larry Pardey, sehr viele gute Tips.

Gruß Olaf

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Beitrag von Die Red. » 16. Dez 2002, 13:26

von Gerhard: (von der Red. übertragen)

Allgemein durchgesetzt hat sich für Langfahrt ja wohl das Slupgetakelte Rigg, wegen der fast obligatorischen Rollreffanlage vorzugsweise mit wegnehmbaren Kutterstag. Ob nun wegen der besseren Trimmbarkeit als 7/8 Rigg oder wegen der Robustheit als Hochtakelung bleibt jedem selber überlassen. Ich persönlich ziehe ein Rigg bei dem man kaum Trimmfehler machen kann einem solchen vor, bei welchem beim zu starken Durchsetzen des Achterstags der Mast locker mal eben abbricht, was ja auch öfters mal vorkommt.
Auf ein Achterstag würde ich aus Sicherheitsgründen auch nicht verzichten wollen, selbst wenn dadurch mein Großsegel im Achterliek nicht so stark ausgestellt sein kann und deswegen weniger effektiv ist. Beim hochgetakelten Rigg ist ohnehin das Vorsegel das "Zugpferd" und das Groß nicht so extrem wichtig - daher kann ich auch auf die Trimmöglichkeiten des 7/8-Riggs verzichten.
Schließlich ist für ein Schiff mit Minimalcrew nicht die Geschwindigkeit, sondern die Sicherheit und Zuverlässigkeit maßgeblich.
Ob mein Schiff jetzt Slup- Kutter- oder Ketschgetakelt sein soll hängt auch von der Größe ab. Das Stichwort ist hier die Handhabbarkeit der Segel, und so eine Genua für eine 12m-Yacht kann schon verdammt groß werden. Also ist zu überlegen ob man die Segelfläche nicht besser aufteilt, wobei die Wirksamkeit
des Besan eigentlich schon vernachlässigbar ist. Auch stellt sich bei einer Ketsch oft das Problem, genügend Spannung auf das Vorstag zu bringen. Dafür ist der achtere Mast ein hervorragender Geräteträger für allerlei Radargerät und sonstige Antennendingsbums. Allerdings lässt sich für diese Zwecke auch
sehr gut der bei französischen Yachten beliebte "Targabügel" missbrauchen, so daß ich in der Ketschtakelung eigentlich keinen so gravierenden Vorteil sehe, der diesen Mehraufwand rechtfertigen würde. Als Alternative für einen geteilten Segelplan käme noch ein Steilgaffelrigg in Frage, welches in der
Leistungsfähigkeit und Handhabung auch nicht zu verachten ist. Für Holzschiffe sicher eine Alternative.

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