Rollblister?

Einhand-Segler diskutieren über sinnvolle und überflüssige Ausrüstung und geben Erfahrungen weiter

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Rollblister?

Beitrag von Meteor » 10. Aug 2005, 19:39

Hallo Einhänder! Bin neu im Forum. Finde es sehr interessant. Ich plane ein 26 Fuß Boot zu kaufen Etap 26i. Dieses Boot ist mit einer Selbswendefock ausgestattet. Sicher ganz gut, wenn man alleine ist. Als zweites Vorsegel könnte man eine (kleine) Genua anstelle der Fock (dann aber natürlich nicht selbswendend) fahren oder einen Rollblister, der vor dem Vorstag gefahren wird und ähnlich wie ein Rollfock aufgerollt werden kann. Diese Variante ist die Empfehlung des Händlers. Ich habe keine Erfahrung mit einem solchen Blister. Könnt ihr mir da weiterhelfen? Was ist besser: Roll-Selbstwendefock plus Roll-Blister oder Roll-Selbstwendefock plus Genua?

Gruß
Meteor

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...Etap 26i?

Beitrag von Meteor » 10. Aug 2005, 19:42

...übrigens habe ich noch vergessen zu fragen, ob einer (eine) von euch Erfahrung mit der Etap 26i hat. Interessiert mich natürlich auch sehr.

Meteor

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Beitrag von Markus » 10. Aug 2005, 19:47

Da ich sowohl eine Selbstwendefock (Baumfock) als auch eine gerollte Genua und einen Blister im Schlauch fahre, würde ich erst mal zur Genua tendieren, weil Du sonst "am Wind" nix zu bieten hast außer der Fock.
Der Blister ist wirklich was für seichte Tage, wo Du sonst nicht vorwärts kommen würdest. Muß aber mühsam um das Vorstag herum gewendet werden oder, wie ich es an meiner vor dem Kutterstag stehenden Rollgenua mache, zum Wenden ein ganzes Stück eingerollt werden.

Etap habe ich keine Erfahrung... :wink:
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"Twister"

Beitrag von Meteor » 25. Aug 2005, 00:08

...Jetzt habe ich gehört, dass es von Elvström einen sogenannten "Twister" geben soll, wohl so eine besonders leichte Genua. Was ist im Zusammenhang mit meiner ursprünglichen Frage davon zu halten?

Gruß
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Beitrag von johannes » 16. Jan 2006, 00:22

elvström hat aber auch den furlström. das ist ein aufrollbarer strömer, so heisst der blister bei elvström. das teil ist teuer aber für einhänder oder kleine crew bei schwachen winden ein segen.
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Beitrag von ugies » 29. Jan 2006, 20:08

... das Problem der Rollblister ist es, dass man sie sehr flach schneiden muss. Außerdem fehlt ihnen logischerweise ein gutes Stück an Vorlieklänge. Die Fläche wird durch beide Maßnahmen zusammen ganz erheblich verringert. Man kauft also von vorneherein ein zu kleines und der fehlenden Profiltiefe erheblich weniger effektives Segel. Wenn schon eine Bergehilfe sein soll, dann wenigstens einen Bergeschlauch. Den habe ich auch einhand gut verwenden können.

Gruß
Uwe

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Beitrag von johannes » 30. Jan 2006, 14:19

ugies hat geschrieben:.....Man kauft also von vorneherein ein zu kleines und der fehlenden Profiltiefe erheblich weniger effektives Segel.....
hallo uwe,

das ist nicht wegzudiskutieren. andererseits ist das für einhand-fahrtensegler nicht die alles entscheidende frage. viel wichtiger scheint mir das vereinfachte handling. und das ist schlichtweg nicht mit einem bergeschlauch zu vergleichen. beim bergeschlauch muss ich aufs vorschiff, während sich der furlström ganz einfach vom cockpit aus wegrollen lässt. da sind welten dazwischen.
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Beitrag von Mantaspeed » 19. Feb 2006, 19:06

Hy Meteor, Hy Uwe,

ich fahre auch meistens Einhand mit meinem 19 Fuss Segler und verwende ein UPS Segel mit einem Endlosroller am Bugspriet. Das Segel ist so groß geschnitten, dass es bis zum Heckkorb reicht. Hier ist der Nachteil wegen weniger Fläche nicht mehr voll gegeben.

Die vielen Vorteile für Alleinsegler kann ich UWE nur bestätigen, mein UPS ist ein Mittelding zwischen Gennacker und Drifter (vom Gebrauch her mit einem Rollblister, oder mit einem Roll-Twister vergleichbar) und steht ausgezeichnet. Der Fahrtgewinn ist bei Leichtwind enorm. Laut Segelmacher (Raudaschl) sollte ich das Segel nur bis 2 Bf hart am Wind und bis 4 Bf bei achterlichen Wind einsetzen. Ich habs aber schon bis 4 Bf hart am Wind getestet und das Boot läuft damit fantastisch. Bei Achterlichen WInden habe ich dann mit einem Spibaum die Genua und mit einem 2. Spibaumdas UPS ausgebaumt, das bringt eine Geschwindigkeit, da bin ich so derart übertakelt, das ein Spinnaker auch nicht viel mehr ziet. Das Einrollen ist dann in sekundenschnelle möglich.

Vorsichtig würde ich jedoch bei Sarkwind und bei eingerolltem Leichtwindsegel sein, hier dreht sich das Sgel gerne im oberen aufgerollten Bereich auf und arbeitet im Wind bis es dann Schaden nimmt. Wenn man jedoch mit dem Endlosroller aufpasst und ständig nachrollt, kann man den Gang aufs Vorschiff trozdem sparen. Für längere Törns mit Starkwind würde ich aber dann die aufgerollte Wurst in abnehmen und verstauen. Es ist aber gegenüber einem Spinnaker trotzdem ein riesiger Vorteil, ich kann mir die Zeit zum Vorschiffturnen aussuchen. Bei einnem kleinen Kreuzer wäre das für mich die Kaufentscheidung.

Grüße aus Österreich

Mantaspeed
PS.: "Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag"

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Beitrag von Mantaspeed » 19. Feb 2006, 19:16

Hy Leute,

hätte fast vergessen mich vorzustellen obiges ist mein erstes Pn. Ich ( 45 jahre) segele seit Jahren eine Manta 19, der Vorteil ist für mich die Flexibilität mit dem Trailer. Ich segle in der Adria und auf Binnengewässern in Österreich. Mit dem Kielschwert (45 cm Tiefgang) gibt es für mich nicht mal in den Lagunen in Italien Grenzen. Ein weiterer Vorteil ist auch das einfache Slippen des Bootes, ohne Kran usw..

Gibts hier eigentlich mehr Einhand Kleinbootsegeler, die auf 19 oder 20 Fuss im Mittelmeer oder anderen Seerevieren unterwegs sind? Würde mich über ein Feedback freuen.

Herzliche Grüße aus Österreich

Mantaspeed
PS.: "Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag"

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